An der GS Karl-Kreuter-Schule sowie an der GS Schillerschule Oggersheim wurde von September 2025 bis Juni 2026 über 10 Monate ein Programm der TiLU – Theaterinitiative Ludwigshafen für Grundschulen – umgesetzt.
Förderpartner: BASF SE – Corporate Social Responsibility / Gesellschaftliches Engagement, Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, BürgerStiftung Ludwigshafen am Rhein
Projektname: TiLU® – Theaterinitiative Ludwigshafen für Schulen
Träger: AdREM Jugendtheater gUG, Ludwigshafen am Rhein
TiLU – Theaterinitiative Ludwigshafen: Gemeinsam Zukunft gestalten: „Die Förderung von TiLU Programm – GEMEINSAM statt EINSAM!- Theater geht Schule ist mehr als eine Spende. Es ist eine strategische Investition in das soziale Kapital unserer Region. Sie fördern ein soziales Training, das die Klassengemeinschaften in Ludwigshafen stabilisiert.
Sie fördern die „Fachkräfte von morgen“. Soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und Resilienz sind die Schlüsselqualifikationen der Zukunft. Durch die Hochschul-Evaluation garantieren wir Ihnen, dass jeder Euro eine nachweisbare Wirkung bei den Kindern erzielt – für weniger Gewalt und mehr Miteinander in unserer Stadt. Ein harmonisches Schulklima strahlt auf die Familien und das gesamte Stadtviertel aus. Sie tragen aktiv zur Lebensqualität in Ludwigshafen bei. Ihr Geld fließt nicht in abstrakte Verwaltung, sondern direkt in die Klassenzimmer
(Tandem-Besetzung), wo die Veränderung unmittelbar stattfindet. DANKESCHÖN“
DasProjekt TiLU zielt darauf ab, über theaterpädagogische Methoden soziale, emotionale und kreative Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu stärken, Lehrkräfte zu entlasten und das Schulklima nachhaltig zu verbessern. TiLU reagiert damit auf zunehmende gesellschaftliche Herausforderungen wie Krisenerfahrungen, Schulabsentismus, Gewalt, Respektlosigkeit und psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen.
„Stimmen aus der Praxis“
Auszüge aus den Lehrkräfte-Evaluationsbögen: Um den konkreten Erfolg im Schulalltag abzubilden, wurden die teilnehmenden Klassenlehrkräfte der Karl Kreuter Grundschule im Rahmen unserer wissenschaftlichen Begleitung anonym befragt. Hier sind drei repräsentative Stimmen:
• Zum Thema Abbau von Sprachbarrieren & Inklusion:
„es gibt Kinder, dier erst seit einigen Monaten in Deutschland sind und unter massiver Sprechangst leiden. Da die Methode komplett über Körpersprache und Mimik funktioniert, konnten sie sich angstfrei einbringen. Seitdem trauen sie sich auch im regulären Deutschunterricht etwas mehr zu.“
• Zum Thema Konfliktlösung & Pausenhof-Dynamik:
„Wir hatten in der 3. Klasse eine feste Gruppe von Jungs, die Konflikte fast nur körperlich ausgetragen haben. Bei TiLU haben wir diese Situationen im geschützten Raum gespiegelt und Handlungsalternativen ausprobiert. Das verblüffende Ergebnis: Die Jungs nutzen nun im Streitfall die im Projekt gelernten Stopp-Gesten. Die Zahl der handgreiflichen Konflikte in den großen Pausen ist bei uns messbar zurückgegangen.“
• Zum Thema Nachhaltigkeit & Methodentransfer:
„Die zweistündige Doppelbesetzung (Lehrkraft & Theaterpädagoge) ist ein echter Gewinn. Ich nutze die spielerischen Konzentrationsübungen aus den Intensivwochen jetzt fast täglich als 5-Minuten-Pause vor Klassenarbeiten. Das entlastet mich als Lehrkraft ungemein und bringt die Kinder sofort zur Ruhe.“
• „Für den Unterricht stellt die Methode eine hilfreiche Ergänzung dar, da sie den Lernprozess ganzheitlicher gestaltet und unterschiedliche Lernkanäle anspricht. Sie ermöglicht handlungsorientiertes Lernen und schafft Momente, in denen SuS über sich hinauswachsen können. Insgesamt sehe ich es als eine wirksame pädagogische Erweiterung, die sowohl die individuelle Entwicklung der Kinder als auch das Lernen im Klassenverband stärkt.“
• „Ich wünsche mir, dass Theaterpädagogik langfristig einen festen Platz im schulischen Alltag erhält und nicht nur projektbezogen eingesetzt wird. Aus meiner Sicht bietet sie wertvolle Möglichkeiten, soziale und emotionale Lernprozesse gezielt zu fördern und Unterricht, um handlungsorientierte Elemente zu bereichern. Eine regelmäßige Zusammenarbeit könnte dazu beitragen, Präventionsarbeit nachhaltiger zu gestalten und Kindern mehr Raum für Ausdruck, Kreativität und persönliche Entwicklung zu geben.“
• „Einmal raus aus dem Lehrerzimmer und selbst alles ausprobieren und spielen dürfen.“
• Highlights der eingefügten Praxis-Perspektiven aus Sicht der Schülerinnen und Schüler:
Etwas, das ich gut fand:
– die coolen Spiele, dass wir zusammen gelacht haben, die Stilleminute.
Etwas, das ich gelernt habe:
– wie ich mich beruhigen kann, auch wenn man nicht alle mag, kann man mit allen arbeiten,
– Umgang mit Stress, dass man sich nicht ärgern lassen muss, nicht so schüchtern zu sein, dass ich nicht angeben soll,
– nicht bei jeder Sache der Klassenclown zu sein, an sich zu glauben, – mich zu entspannen, an mich zu glauben, etwas gemeinsam zu machen/zu schaffen, Selbstvertrauen,
– mich nicht so viel zu ärgern, mehr Geduld, nicht aufzugeben,
– Theater macht mehr Spaß, als ich dachte.